Ortsgebiet von Frantschach-St.Gertraud muß vom LKW-Transit befreit werden

Verkehrsschild

Bei seiner zuletzt unter dem Vorsitz von Bürgermeister Günther Vallant abgehaltenen Sitzung hat sich der Frantschach-St.Gertrauder Gemeinderat mittels einstimmigen Beschluß zum wiederholten Male dafür ausgesprochen, dass der LKW-Transit aus dem Ortsgebiet verbannt werden muß. Konkret wurde beim Verkehrsreferat der Bezirkshauptmannschaft Wolfsberg der Antrag eingebracht, auf der B70 Packer Straße im Ortsgebiet von Frantschach-St.Gertraud ein beidseitiges Fahrverbot für LKW mit mehr als 7,5 to zu verordnen. Anrainer- und Zubringerverkehr, im EU-Jargon „Ziel- und Quellenverkehr“,  solle davon im Interesse der heimischen Wirtschaft selbstverständlich ausgenommen sein. Eine Petition gleichen Wortlautes richtete der Gemeinderat an Landeshauptmann Gerhard Dörfler in seiner Eigenschaft als Landesstraßenreferent. Einig waren sich alle Gemeinderatsfraktionen darüber, dass der im Zentralraum wohnhaften und tätigen Bevölkerung die massive Belästigung durch den LKW-Transit, wie Lärm und Feinstaub, nicht länger zumutbar sei. Durch die kürzlich in Betrieb genommene Umfahrung von Bad St. Leonhard werde sich die Belastung im Vergleich zu den Vorjahren zudem eher verschlechtert denn verbessert haben. Im Zuge der Diskussion wurde auch der Umstand angesprochen, dass Landeshauptmann Dörfler via eigener auf der Website des Landes Kärnten publizierter Aussendung vom 14. August in vergleichbaren Situationen durchaus im Interesse der Gemeindebevölkerung zu agieren gewillt sei und für die Gemeinde Lavamünd die Erlassung eines LKW-Nachtfahrverbotes angeordnet habe.
Ebenso einstimmig segnete der Gemeinderat eine von Amtsleiter Martin Jegart vorbereitete Stellungnahme ab, womit der von der Wildbach- und Lawinenverbauung in Aussicht genommene neue Gefahrenzonenplan für den Prössinggraben beeinsprucht wird. Dieser führe für alle Grundbesitzer zu unnötigen Erschwernissen und könne ohnehin nur von kurzfristiger Dauer sein, zumal der Gemeinderat die Verbesserung des Hochwasserschutzes bereits bei seiner Juli-Sitzung beantragt habe und mit dem Baubeginn 2016 rechne.
Gesamteinnahmen und Gesamtausgaben von rund 6,2 Millionen Euro weist das heurige Gemeindebudget der Marktgemeinde laut vom Gemeinderat beschlossenen 2. Nachtragsvorschlag auf. Damit können einerseits alle laufenden Ausgaben, darunter die bekannten freiwilligen Leistungen, bestritten, andererseits für kommunale Investitionszwecke 238.000 Euro an Eigenmitteln bereitgestellt werden. Das vom Kontrollausschußobmann vorgetragene Protokoll der letzten Gebarungsprüfung bescheinigte allen Verantwortlichen einen gänzlich mängelfreien Vollzug in der Erledigung der Gemeindeaufgaben.

(Beitrag AL. Martin Jegart vom 11.10.2012)